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Dry January verändert Kaufverhalten

Der Alkoholverzicht im Januar gewinnt in Deutschland an Bedeutung. Eine SumUp-Analyse zeigt kleinere Warenkörbe in Alkoholgeschäften sowie in Bars und Clubs mit deutlichen Unterschieden zwischen den Großstädten.

Donnerstag, 5. Februar 2026

Der Trend zum Dry January nimmt seit 2022 zuFoto: YouGov
Tabelle Dry January

Von Tanya Wolf

Der Dry January ist in Deutschland mittlerweile fest etabliert. Immer mehr Menschen verzichten insbesondere im ersten Monat des Jahres auf den Konsum von Alkohol. Eine YouGov-Studie zeigt, dass die Zahl der Käufer alkoholhaltiger Getränke seit 2021 stetig abnimmt.

Das globale Finanztechnologie-Unternehmen SumUp hat die Auswirkungen auf den Handel ausgewertet. Die Analyse zeigt, dass Geschäfte, die sich vor allem auf Alkohol spezialisiert haben, deutschlandweit im Vergleich zum Januar des Vorjahres kleinere Warenkörbe um minus 18,3 Prozent verzeichnen. Auch in Tabakgeschäften und Dampferläden haben die Warenkörbe im Januar abgenommen, hier beträgt der Rückgang 22,1 Prozent. Die Reduzierung beziehungsweise der komplette Verzicht auf Alkohol geht scheinbar mit dem Trend einher, weniger zu rauchen. Auch Bars und Clubs verzeichnen laut Analyse um 15,3 Prozent kleinere Warenkörbe, bei gleichzeitig 23,5 Prozent mehr Transaktionen. Cafés und Restaurants – in denen traditionell ebenfalls Alkohol konsumiert wird – haben um 10,7 Prozent kleinere Warenkörbe, bei 14,1 Prozent mehr Transaktionen.

Dabei fällt auf, dass es große Unterschiede beim Alkoholkonsum zwischen den Großstädten gibt. Während in Berlin (-13,4 %) und Frankfurt (-47,1 %) die Warenkörbe in Bars und Clubs deutlich abnahmen, verzeichneten Köln (-0,9 %) und München (-4 %) nur geringe Verluste.

Andreas Heuer, Inhaber vom Weinheuer in Berlin, bestätigt den Trend: „Den Dry January spüren wir deutlich: Anfang des Jahres ist das Kaufverhalten spürbar zurückhaltender. Auch generell wird der Alkoholkonsum bewusster, die Nachfrage nach alkoholfreien Alternativen wächst – vor allem bei jüngeren Generationen und Frauen – zumeist für bestimmte Anlässe. Umsatzseitig bleiben sie jedoch eine Ergänzung und keine echte Alternative zum Wein, auch wegen der aufwendigen Herstellung.”

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