Bei FrieslandCampina sank das Betriebsergebnis im ersten Halbjahr 2026 auf 269 Millionen Euro nach 363 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Der Umsatz blieb mit mehr als 6,8 Milliarden Euro nahezu stabil. Das Nettoergebnis verringerte sich von 230 auf 138 Millionen Euro.
Nach Unternehmensangaben konnte der Ergebnisrückgang teilweise durch Wachstum bei Produkten mit höherer Wertschöpfung, eine anhaltend hohe Nachfrage nach Proteinprodukten sowie Kosteneinsparungen abgefedert werden. Positiv entwickelte sich auch der operative Cashflow, der sich von 43 auf 292 Millionen Euro verbesserte. Als Grund nennt FrieslandCampina unter anderem eine effizientere Steuerung des Betriebskapitals.
Uneinheitliches Bild
In den einzelnen Geschäftsbereichen zeigte sich ein uneinheitliches Bild. Während die Sparten Ingredients, Europe sowie Asia ihre Ergebnisse steigerten, standen Professional sowie Retail & Americas unter Druck.
Planmäßig verläuft laut FrieslandCampina die Integration der Anfang 2026 abgeschlossenen Fusion mit Milcobel sowie der Übernahme von Wisconsin Whey Protein. Das Unternehmen erwartet daraus zusätzliche Synergien sowie eine stärkere Position im europäischen Milchgeschäft und bei hochwertigen Molkenproteinen. Parallel investiert der Konzern mehr als 90 Millionen Euro in den Ausbau seiner Produktionskapazitäten in den Niederlanden.
Milcobel-Fusion macht sich bemerkbar
Die Milchanlieferung stieg im ersten Halbjahr um 18,5 Prozent auf 5,44 Milliarden Kilogramm. Mehr als die Hälfte des Zuwachses geht auf die Fusion mit Milcobel zurück. Gleichzeitig sank der Garantiepreis für Milch auf 40,49 Euro je 100 Kilogramm nach 55,63 Euro im Vorjahreszeitraum.
Für die zweite Jahreshälfte rechnet FrieslandCampina mit weiterem Mengenwachstum, insbesondere bei margenstärkeren Produkten. Das Betriebsergebnis soll den Angaben zufolge über dem Niveau der zweiten Jahreshälfte 2025 liegen.
Risiken sieht der Konzern unter anderem in Preisschwankungen auf den Rohstoffmärkten, geopolitischen Spannungen und möglichen Auswirkungen extremer Wetterereignisse auf die Milchproduktion.






