
Grafik: FIZ
Beim alltäglichen Einkauf in Discountern und Supermärkten hat Fisch seinen festen Platz im Einkaufswagen. 89 Prozent des Fischeinkaufs privater Haushalte entfallen auf den klassischen Lebensmitteleinzelhandel – auf Discounter, Vollsortimenter und SB-Warenhäuser. Besonders deutlich ist die Rolle der Discounter: 49 Prozent der gekauften Fischmenge gehen dort über die Kassen. Vollsortimenter kommen auf 26 Prozent, SB-Warenhäuser auf 14 Prozent. Der Fischfachhandel erreicht mengenmäßig 4 Prozent. Diese Zahlen für 2025 veröffentlichte das Fisch-Informationszentrum in Hamburg (FIZ).
„Fisch ist heute dort verfügbar, wo Menschen ohnehin ihre Lebensmittel einkaufen. Das senkt die Schwelle zum Kauf und macht Fisch zu einem unkomplizierten Bestandteil des Wocheneinkaufs“, sagt Julia Steinberg-Böthig, Referentin für PR und Kommunikation beim FIZ. „Fisch wird in allen Lebenslagen verzehrt. Die steigenden Konsumzahlen unterstreichen, dass Fisch sowohl im Lebensmitteleinzelhandel und beim Verzehr zu Hause als auch außer Haus – in Restaurants, Bistros und Kantinen – einen festen Platz hat”, so Steinberg-Böthig.
Lachs bleibt die Nummer eins
Bei den beliebtesten Fischarten zeigt sich ein vertrautes Bild: Lachs führt mit 19,2 Prozent, gefolgt von Alaska-Seelachs mit 18,5 Prozent. Dahinter folgen Thunfisch mit 13,9 Prozent, Hering mit 9,7 Prozent und Garnelen mit 9,3 Prozent. Die Rangfolge passt zu den bevorzugten Produktformen: Lachs und Alaska-Seelachs sind wichtige Arten im Tiefkühlsegment, Thunfisch prägt die Konserven und Hering findet sich häufig in marinierten Produkten und Feinkostsalaten. Die beliebtesten Arten spiegeln damit auch wider, in welchen Formen Fisch besonders häufig gekauft wird.
Fisch ist nicht der Preistreiber
Auch der Preis spielt beim Einkauf eine Rolle. Fisch, Fischwaren und Meeresfrüchte sind in den vergangenen Jahren teurer geworden. Im Vergleich zur allgemeinen Entwicklung der Lebensmittelpreise fällt der Anstieg jedoch moderater aus. Nach deutlichen Preissteigerungen in den Jahren 2022 und 2023 blieb der Fischpreisindex 2024 und 2025 weitgehend stabil. 2025 lag er bei 130,2 Punkten (2020 = 100), während der Index für Lebensmittel insgesamt 135,9 Punkte erreichte. Im ersten Halbjahr 2026 stieg der Fischpreisindex auf 133,3 Punkte und damit weiterhin weniger stark als der Lebensmittelindex mit 137,7 Punkten. Fisch ist damit zwar teurer geworden, gehört aber nicht zu den Produkten, die den allgemeinen Anstieg der Lebensmittelpreise angeführt haben.






