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Birnen als heimisches Obst beliebter als Äpfel

Die Birne legt zu: Der Pro-Kopf-Verbrauch nahm im Wirtschaftsjahr 2024/25 um 400 Gramm zu, das bedeutet einen Anstieg um 17 Prozent.

Freitag, 7. August 2026

Beliebt: Die Sorte Conference. Foto: AdobeStock/ Juan Antonio

Von Martina Kausch

Zahlen des Statistischen Bundesamtes zeigen, dass im Kalenderjahr 2025 in Deutschland geerntete Birnen erstmals seit 2007 häufiger frisch als Tafelobst genutzt wurden als heimische Äpfel: Kamen Äpfel aus deutschem Anbau zu 76 Prozent als frisches Obst in die Haushalte, legten heimische Birnen um 14 Prozentpunkte zu und wurden zu 82 Prozent als Tafelobst verwendet.

Dabei kommen dem heimischen Anbau die kurzen Transportwege zugute, durch die deutsche Äpfel und Birnen länger am Baum reifen können. Birnen sind, so das Bundeszentrum für Landwirtschaft (BZL), eine druckempfindliche Frucht, die pflückreif geerntet wird und bei Raumtemperatur innerhalb weniger Tage nachreift. Das Stielende der Birne ist dabei der beste Indikator für den Reifegrad: Ist dieser weich und verströmt ein feines Aroma, ist die Birne genussreif.

Neun Prozent mehr Ernte

Deutsche Landwirte ernteten 2025 insgesamt 42.290 Tonnen Birnen auf 2.063 Hektar. Dies waren rund neun Prozent mehr als im Vorjahr (38.964 Tonnen auf 2.069 Hektar). Der Gesamtverbrauch frischer und verarbeiteter Birnen im Wirtschaftsjahr 2024/25 zeigt, dass die Nachfrage nach der Baumfrucht in Deutschland wächst: Waren es 2023/24 noch gut 199.000 Tonnen, stiegen die Verbrauchszahlen im folgenden Wirtschaftsjahr auf rund 238.000 Tonnen.

Beliebt: Conference

Mit einem Selbstversorgungsgrad von 14,1 Prozent im Wirtschaftsjahr 2024/25 spielt der Import eine bedeutende Rolle. Hauptlieferant sind die Niederlande: 2025 importierte Deutschland 56.527 Tonnen aus dem Nachbarland – das sind knapp 35 Prozent der Gesamtimportmenge. Belgien (27.123 Tonnen) und Südafrika (18.945 Tonnen) sind die zweit- bzw. drittstärksten Lieferländer für Deutschland. Weltweit gibt es über 5.000 Birnensorten, davon dominieren aber nur wenige den deutschen Handel. Im Zehn-Jahres-Vergleich zeigt sich, dass die Beliebtheit der Conference-Birne beständig steigt. Als regional angebaute sowie Importbirne aus den Niederlanden und Belgien ist sie die wichtigste Sorte für den deutschen Lebensmitteleinzelhandel. Durch die gute Lagerfähigkeit und gezielte Vermarktung gewinnen auch bislang unbekanntere Sorten wie Santa Maria und Xenia an Bedeutung, so das BZL.

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