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Arla: Start zusammen mit DMK noch besser als erwartet

Arla hat im ersten Halbjahr 2026 "eines der bislang besten Halbjahresergebnisse in der Geschichte der Molkereigenossenschaft" erzielt. Die Fusion mit DMK verlief erfolgreicher und reibungsloser als vorgestellt.

Donnerstag, 27. August 2026

Foto: Arla Foods

Von Martina Kausch

Sich normalisierende Preise wirkten sich positiv auf die Nachfrage nach den Marken vor Arla Foods aus, während das Interesse an proteinreichen Produkten weiter zunahm. Gleichzeitig hat Arla im ersten Halbjahr den Zusammenschluss mit DMK umgesetzt und damit ein neues Kapitel für die Genossenschaft aufgeschlagen, laut  Arla Foods-CEO Peder Tuborgh verläuft die Fusion reibungsloser und erfolgreicher als erwartet. Das mengenbasierte Wachstum der strategischen Marken in Deutschland lag bei 6,3 Prozent.

Die weltweit anhaltend hohe Nachfrage nach hochwertigen Molkereiprodukten sowie die deutliche Erholung des Markengeschäfts führten beim Konzern insgesamt zu einem mengenbasierten Umsatzwachstum von 6,7 Prozent – eine deutliche Trendwende gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Der Konzernumsatz erreichte 7,6 Milliarden Euro, während der Nettogewinn von 158 Millionen Euro im ersten Halbjahr 2025 auf 213 Millionen Euro anstieg.

Starkes Deutschlandgeschäft

Im deutschen Markt entwickelte sich das Geschäft von Arla in den ersten sechs Monaten des Jahres 2026  insgesamt positiv und hat zum starken Ergebnis der gesamten Gruppe beigetragen. Das mengenbasierte Wachstum der strategischen Marken lag bei 6,3 Prozent und wurde insbesondere von der anhaltend hohen Nachfrage nach proteinreichen Milchprodukten getragen. Besonders stark entwickelte sich Arla Skyr (+62 Prozent), Arla Buko (+27 Prozent) und Arla Finello (+15 Prozent). Zusätzliche Impulse kamen aus dem Segment der Milchmischgetränke, wo vor allem Starbucks seinen starken Wachstumskurs fortsetzte.

Auch das Gesamtgeschäft entwickelte sich trotz eines herausfordernden Marktumfelds leicht positiv. Das mengengetriebene Umsatzwachstum lag bei 0,8 Prozent (vs. 1. HJ 2025) und wurde insbesondere von den Kategorien Butter, Streichfette, Skyr und Käse getragen. In Deutschland lag der an Landwirte ausgezahlte Arla-Preis für konventionelle Milch im ersten Halbjahr 2026 im Durchschnitt bei 41,00 Eurocent pro Kilogramm Milch. (bei 4,2 % Fett und 3,4 % Eiweiß; Preis inkl. der vorgesehenen Halbjahresnachzahlung).

“Wiedererstarkte Nachfrage”

Das Ergebnis wurde laut Mitteilung von Arla durch die wiedererstarkte Verbrauchernachfrage infolge normalisierter Preise in den Märkten sowie durch die weltweit zunehmende Nachfrage nach Molkeprotein getragen. Die strategischen Marken wuchsen in allen Regionen, wobei insbesondere die Bereiche Proteinprodukte und Sporternährung dynamisch zulegten. Aufgrund des starken Ergebnisses hat der Aufsichtsrat von Arla Foods eine halbjährliche Nachzahlung von 1 Eurocent pro Kilogramm Milch an die Landwirtinnen und Landwirte genehmigt.

DMK-Start mit Arla am 1. Juni

Nach Erhalt der erforderlichen behördlichen Genehmigungen haben sich Arla und DMK am 1. Juni offiziell unter dem Namen Arla zusammengeschlossen und damit Europas führende Molkereigenossenschaft im Besitz von Landwirten geschaffen. Gemeinsam vereinen sie rund 11.200 Genossenschaftsmitglieder und 28.800 Mitarbeitende sowie einen jährlichen Milchpool von rund 20 Milliarden Kilogramm.

Da die Fusion am 1. Juni wirksam wurde, ist lediglich ein Monat der DMK-Geschäftstätigkeit in den Halbjahreszahlen von Arla enthalten. DMK trug 409 Millionen Euro zum Umsatz bei, wodurch die Halbjahreszahlen insgesamt weitgehend mit denen des Vorjahres vergleichbar bleiben. Das volle Potenzial der gemeinsamen Genossenschaft wird sich laut Arla im Laufe des kommenden Jahres zeigen.

Weltweite Protein-Nachfrage

„Wir sind hervorragend in das Jahr 2026 gestartet. Die Nachfrage nach hochwertigen Milchprodukten ist weltweit stark, unsere Marken haben sich mehr als erholt, und die Verbraucher reagieren erfreut auf das bessere Preis-Leistungs-Niveau. Hier zeigt die Genossenschaft ihre Stärke und wandelt eine hohe Verbrauchernachfrage in echtes Wachstum um“, sagt Peder Tuborgh, CEO von Arla Foods.„Die weltweite Nachfrage nach verlässlichem und hochwertigem Protein wächst weiter, und Milchprodukte spielen eine zentrale Rolle für eine bessere Ernährung und resiliente Ernährungssysteme. Bei einer derart starken Nachfrage ist es unsere Verantwortung, entsprechend zu planen. Wir investieren in großem Umfang, um moderne, effiziente Kapazitäten zu schaffen, die den Verbraucherinnen und Verbrauchern zugutekommen, die Versorgungssicherheit stärken und die Zukunft unserer Genossenschaft sichern“, so Tuborgh.

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