Aldi wirbt mit einer Zukunft ohne App – und liegt damit aus Sicht von Stephan Grünewald richtig. Der Discounter stehe für eine effiziente, unkomplizierte Grundversorgung ohne Ablenkung, sagt der Leiter des Kölner Rheingold Instituts. Eine App passe nicht zwingend zu diesem Markenversprechen.
Bei Lidl sei es anders: Dort ergänzten sich App und Treuebonusprogramm. Die App schaffe eine dauerhafte Verbindung zwischen Kunde und Händler, das Bonusprogramm liefere den zusätzlichen Anreiz. Grünewalds Vergleich: Die App sei der Ehering, das Bonusprogramm der Blumenstrauß.
Supermärkte als Zufluchtsorte
Beides zusammen könne dazu beitragen, Kunden langfristig zu binden und Abwanderung zu verhindern, betont Grünewald. Entscheidend sei jedoch nicht, dass jeder Händler digitale Services anbietet. Sondern dass die Instrumente glaubwürdig zur eigenen Positionierung und zur Erwartung der Kundschaft passen.
Im vollständigen Interview spricht Stephan Grünewald außerdem über die Folgen des Dürresommers, die Verdrängung der Klimakrise, den Supermarkt als Zufluchtsort im Alltag und die neue Nüchternheit beim Konsum.
Das ganze Interview mit Stephan Grünewald ist in der Rubrik “Forscher Auftritt” in der September-Ausgabe der RUNDSCHAU erschienen. Haben Sie noch kein Abonnement? Hier geht es zur Bestellung eines Probeexemplars – kostenlos und unverbindlich






