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KI-Agenten: Studie zeigt Potenzial auch für stationären Handel

KI-Agenten übernehmen zunehmend komplexe Aufgaben wie Produktempfehlungen und Einkaufsabwicklungen. Eine aktuelle EHI-Studie zeigt, wie diese Technologien langfristig auch den stationären Handel verändern könnten.

Donnerstag, 10. September 2026

KI verändert den Einkauf.Foto: Adobe Stock/panuwat

Künstlich intelligente Agenten, sogenannte KI-Agenten, sind digitale Systeme, die Kauf- oder Handelsprozesse weitgehend autonom ausführen oder steuern können. Sie übernehmen Aufgaben wie Produktempfehlungen, Preisvergleiche oder die gesamte Abwicklung eines Einkaufs. Laut der aktuellen EHI-Studie „Agentic Commerce“, die im Auftrag von Softserve durchgeführt wurde, könnten diese Technologien künftig auch den stationären Handel nachhaltig prägen.

Derzeit sehen nur 6,2 Prozent der befragten Handelsunternehmen einen starken Einfluss von KI-Agenten auf den stationären Handel. Doch die Erwartungen verändern sich: In fünf Jahren rechnen 48,3 Prozent der Befragten mit einer deutlichen Wirkung, und in zehn Jahren steigen diese Prognosen auf fast zwei Drittel. Damit könnte Agentic Commerce auch in physischen Geschäften zu einem wichtigen Faktor werden.

Neue Chancen für den stationären Handel

Im stationären Handel bieten KI-Agenten Potenziale, um das Einkaufserlebnis personalisierter und effizienter zu gestalten. So könnten Agenten beispielsweise dabei helfen, individuelle Produktempfehlungen basierend auf Kundenpräferenzen direkt im Geschäft zu geben oder den Bezahlprozess zu automatisieren. Dies könnte nicht nur den Kundenservice verbessern, sondern auch die Loyalität der Kundschaft stärken – Ziele, die mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen als entscheidend ansehen.

Ein weiteres wichtiges Ziel ist die Steigerung der Conversion-Rate, also der Umwandlung von Interessenten in Käufer. Dies wird von knapp 70 Prozent der Befragten als Priorität genannt. Für Händler könnte dies bedeuten, dass KI-Agenten in Zukunft eine zentrale Rolle dabei spielen, Kundenbedürfnisse besser zu verstehen und gezielt darauf einzugehen.

Herausforderungen und Investitionen

Trotz der Potenziale steht der stationäre Handel vor Herausforderungen. Aktuell bewerten nur 39,2 Prozent der Unternehmen ihre Datenbasis als gut bis sehr gut. Zudem schätzen nur 20 Prozent der Befragten ihre personellen Ressourcen als ausreichend ein. Auch das Investitionsniveau ist derzeit niedrig: Lediglich 26,6 Prozent der Unternehmen halten entsprechende Investitionen für wahrscheinlich.

Langfristig zeigt die Studie jedoch eine deutliche Entwicklung. In fünf Jahren erwarten knapp zwei Drittel der Befragten Investitionen in Agentic Commerce, in zehn Jahren sind es fast drei Viertel. Besonders im stationären Handel könnten solche Investitionen notwendig sein, um mit der Dynamik des Onlinehandels Schritt zu halten.

Ausblick

Die EHI-Studie macht deutlich, dass KI-Agenten nicht nur den Onlinehandel, sondern auch den stationären Handel grundlegend verändern könnten. Während ihre Bedeutung heute noch gering ist, rechnen Handelsunternehmen mit einer zunehmenden Relevanz. Die Herausforderung liegt nun darin, die nötigen Daten, Technologien und Strategien bereitzustellen, um die Potenziale von Agentic Commerce auch in physischen Geschäften auszuschöpfen.

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