Die Handelsgastronomie hat 2025 laut Zahlen des EHI Retail Institute deutlich stärker zugelegt als erwartet. Sie bleibt nach Einschätzung von Branchenvertretern robuster als der übrige Markt. Für weiteres Wachstum sollen vor allem Snack- und To-go-Angebote sorgen.
„Handelsgastronomie entwickelt sich robuster als der übrige Markt“, sagte Sebastian Walter von YouGov auf dem EHI Handelsgastronomie Forum. Das Branchentreffen wurde heute in Köln veranstaltet. Insbesondere Bäckereien blieben ein Wachstumsmotor.
Wachstum soll 2026 weitergehen
Mit einem Plus von 7,1 Prozent erreichte die Branche 2025 einen Umsatz von 13,29 Milliarden Euro. Für 2026 rechnen die Gastronomieverantwortlichen mit einem weiteren Wachstum von durchschnittlich 4,3 Prozent. Zum Vergleich: Die Handelsgastronomie erzielte 2024 in Deutschland ein Wachstum von 15,9 Prozent.
Der Lebensmittelhandel bleibt mit 62,7 Prozent Umsatzanteil das größte Segment. Tankstellen folgen zwar mit deutlichem Abstand, sind mit 9,5 Prozent Umsatzanteil jedoch weiterhin ein wichtiges Geschäftsfeld. Als besonders ausgabefreudige Zielgruppe gilt die Generation X. Der durchschnittliche Bon liegt bei 5,78 Euro. Zu den meistverkauften Produkten zählt die Frikadelle.
Chancen im Snackgeschäft
Die größten Wachstumschancen sehen die Befragten im To-go- und Snackgeschäft. 63 Prozent nennen diesen Bereich als wichtigsten Treiber für die nächsten drei Jahre. Convenience- und Ready-to-Eat-Angebote für den schnellen Verzehr zwischendurch haben bereits einen Umsatzanteil von 17,5 Prozent. Hohe Personalkosten bleiben zugleich eine der größten Belastungen für die Unternehmen.
Für die aktuelle Erhebung des EHI wurden Unternehmen insbesondere in den Segmenten Lebensmittelhandel, Shopping-Center, Tankstellen, Möbelhandel sowie Baumärkte und Gartencenter befragt.






