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Coronavirus: Einzelhandel verzeichnet sinkende Kundenfrequenz

Rund zwei Drittel der Einzelhändler verzeichnen aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus eine sinkende Kundenfrequenz und -nachfrage, wie eine aktuelle Trendumfrage des Handelsverbandes Deutschland (HDE) zeigt. Lebensmittelhändler und Drogerien verzeichnen hingegen eine erhöhte Nachfrage nach einzelnen Produkten.

"HDE" "Handelsverband Deutschland"
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Von Nilofar Eschborn | Fotos: Unternehmen

Aufgrund der zunehmenden Ausbreitung des Coronavirus verzeichnen rund zwei Drittel der Einzelhändler, darunter vor allem mittelständische Unternehmen, eine sinkende Kundenfrequenz und -nachfrage. Das zeigt eine aktuelle Trendumfrage des HDE unter rund 700 Handelsunternehmen. Lebensmittelhändler und Drogerien, also Anbieter von Waren des täglichen Bedarfs, bilden mit einer erhöhten Nachfrage nach einzelnen Produkten die Ausnahme.

Während einige Händler davon ausgehen, dass die negativen Effekte in den kommenden Wochen noch deutlich zunehmen, rechnet der Lebensmittelhandel lediglich damit, dass nachfrageerhöhende Effekte im Lebensmittelbereich nachlassen werden.

Bisher keine ernstzunehmenden Lieferschwierigkeiten

Die Trendumfrage zeigt außerdem, dass der Einzelhandel derzeit zwar mit geringen, aber noch nicht mit ernstzunehmenden Lieferschwierigkeiten zu kämpfen hat. Genauer sind 41 Prozent der Befragten nach eigener Einschätzung bisher nicht betroffen, die Hälfte spricht von geringen Einschränkungen. Lediglich neun Prozent haben mit deutlichen Beschaffungsproblemen zu tun. Die Befragten räumen aber gleichzeitig ein, dass sich diese Lage in den kommenden Wochen verschlechtern könnte. Ein knappes Drittel der Händler erwartet daher für die bevorstehenden vier Wochen deutliche Einschränkungen auf der Beschaffungsseite.

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